04.03.2012 Verabschiedung Gemeindediakon Werner Hollstein

Sehr geehrter Herr Hollstein,

Herr Pfarrer Eisfeld,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

wenn ich heute in amtlicher Funktion als Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer zur Verabschiedung als Gemeindediakon von Ihnen, Herr Hollstein, spreche, so kann ich gedanklich Dienstliches und Privates kaum trennen.

 

Wir kennen und schätzen uns gegenseitig vom ersten Tag in Hochspeyer, dem 01. November 1993, an.  Hätten wir damals die Konstellationen und den Zeitpunkt Ihrer Verabschiedung gekannt, hätten wir sicher beide lachen müssen

 

Sie, Herr Hollstein darüber, dass ich eines Tages in Hochspeyer als Bürgermeister die Interessen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger vertrete. Und ich darüber, dass Sie in Hochspeyer nicht nur kurz Bodenkontakt aufnehmen, sondern hier so lange seelsorgerisch in einer Art und Weise tätig ist, die Ihresgleichen sucht.

 

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21.01.2012 Offizielle Einweihung der KITA Schelmenhaus nach umfangreichen Umbaumaßnahmen

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

„Kinder kennen nicht Vergangenheit noch Zukunft – was uns selten vergönnt ist – sie freuen sich der Gegenwart. Das sagte der vor mehr als 300 Jahren verstorbene französische Schriftsteller Jean de la Bruyere.

Herzlich willkommen in unserem kommunalen Kindergarten, im „Schelmenhaus“.

Kinder können nicht wählen, wo und wie sie die ersten wichtigen Jahre ihres Lebens verbringen. Wir Erwachsene sind daher verantwortlich dafür, dass sie ein möglichst schönes Zuhause, ein Heim auch außerhalb der Familie finde

Für unsere Jüngsten im Ort haben wir deshalb die Kindertagesstätte erweitert, um auch unter 3-jährige in unserer Einrichtung aufnehmen zu können: Ein neuer Ruheraum wurde geschaffen, in dem alle Betten ihren festen Platz haben werden. Gleichzeitig wurde ein Waschraum zu einem Wasch-. Wickel- und Erfahrungsraum, so die Sprachregelung der Leiterin, umfunktioniert.

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Adventsgrüße 2011

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,                    

zur Adventszeit übermittele ich Ihnen eine interessante Geschichte: Sie handelt von drei Bäumen, die dicht beieinander standen. Manchmal sprachen sie über ihre Träume und Wünsche: „Ich möchte einmal eine Schatztruhe werden“ sagte der erste Baum. „Dann werde ich mit Gold und Silber und wertvollen Edelsteinen gefüllt. Ich werde glänzen und strahlen, und Alle werden staunen und die Schönheit bewundern“.

„Ich möchte einmal ein großes, prächtiges Schiff werden“, sagte der zweite Baum. Dann werde ich Könige und Fürsten übers Meer fahren und ihnen die ganze Welt zeigen. Und jeder wird sicher und geborgen fühlen, denn ich werde stark und stattlich sein.“„Und ich möchte einmal der höchste Baum der Welt werden“, sagte der dritte Baum. „Ich möchte so lange wachsen, bis ich in den Himmel reiche. Dann werden die Menschen zu meiner Krone hinaufschauen und an Gott denken. Dann bin ich der größte Baum aller Zeiten und man wird mich nie mehr vergessen.“So träumten die Bäume vor sich hin, bis drei Holzfäller kamen. „Der hier“, sagte der eine und zeigte auf den ersten Baum, „der scheint ein guter Baum zu sein. Den könnte ich an einen Zimmermann verkaufen“. Da freute sich der Baum, denn er wusste, nun würde er bald eine schöne Schatztruhe werden. Der zweite Holzfäller sah den nächsten Baum an und sagte: „Der hier ist auch nicht schlecht, den kann ich sicher an einen Schiffsbauer verkaufen“. Auch dieser Baum war glücklich, denn jetzt würde er endlich ein großes, prächtiges Schiff werden. Der dritte Baum aber hatte Angst. Er wollte nicht gefällt werden. Denn dann würde sein Traum, der höchste Baum der Welt zu werden, niemals in Erfüllung gehen. Da sagte der dritte Holzfäller: „Mir ist es egal, wer meine Ware kauft. Ich nehme einfach den dritten Baum hier mit“.

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4. Seniorennachmittag, 26.11.2011 bei Grün-Weiß Hochspeyer

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Seniorinnen, liebe Senioren,

ich freue mich sehr, heute hier in der Sporthalle von Grün-Weiß Hochspeyer zu sein, um gemeinsam mit Ihnen ein paar besinnliche und frohe Stunden verleben zu können. Es strahlt ein von den MitarbeiterInnen unserer kommunalen Kindertagesstätte „Schelmenhaus“ herrlich geschmückter Christbaum.
An Ihrem Platz des festlich gedeckten Tisches finden Sie eine kleine Aufmerksamkeit, die von den ehrenamtlichen HelferInnen gebastelt wurde; also den Menschen, die Sie heute auch bewirten. Ich bin froh und dankbar für das in unserer Gesellschaft keinesfalls selbstverständliche Engagement. Nur so ist es möglich, Ihre Lebensleistung in dem gebührenden Maße anerkennen zu können. Man sagt: der Applaus ist der Lohn des Künstlers. Das gilt sicherlich für die, die uns heute zeigen, was sie können, die uns damit unterhalten.

Der Applaus, um den ich Sie bitte, soll auch all denjenigen gelten, die für unser Dorf da sind, wenn sie gebraucht werden. Stellvertretend für Alle: Ganz herzlichen Dank an den Seniorenkreis der Ortsgemeinde Hochspeyer. Die Adventszeit, in der traditionell der letzte Seniorennachmittag des Jahres stattfindet, ist sicherlich nicht nur die Zeit der Vorfreude auf Weihnachten. Sie ist auch die Zeit der Erinnerungen.

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Volkstrauertag, 13.11.2011

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir begehen heute den Volkstrauertag. Das heißt: Wir gedenken der Kriegstoten und der Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Dabei drängt sich mir die Frage auf: Lernt der Mensch überhaupt etwas aus der Geschichte? Denn es ist eine traurige Tatsache, dass Krieg und Gewalt konstante Größen im Wandel der Zeiten sind.


Erst in jüngster Zeit hat die schreckliche Bluttat in Norwegen die Weltöffentlichkeit erschüttert. Da zündet ein junger Mann Bomben im Regierungsviertel, um anschließend Jugendliche in einem Jugendlager geradezu niederzumetzeln. Eine unfassbare Tat. Motiviert durch eine krude, demokratiefeindliche Ideologie. Da sieht sich dieser Verrückte veranlasst, Krieg gegen den Islam zu führen. Denn er fühlt sich als Retter der westeuropäischen Rasse und glaubt, dabei von christlichen Werten getragen zu sein. In seinem Größenwahn meint er, die Gesellschaft wachrütteln zu müssenkoste es, was es wolle. „Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode“, möchte man in Bezug auf das planmäßige Vorgehen des Attentäters mit Shakespeare sagen. Anders Behring Breivik ist einer von erschreckend vielen, die, verblendet von religiösem und politischen Fanatismus, furchtbare Verbrechen begangen haben. Bliebe also als Antwort auf die eingangs gestellte Frage demnach nur ein: Nein, die Menschheit hat nichts aus der Geschichte gelernt. Meine Damen und Herren, wir sollten nicht in die immer gleiche Falle tappen! Es war noch nie richtig, von einem Einzelnen auf alle anderen zu schließen! Und schon gar nicht von so einem Extremfall! Denn: Es bewegt sich doch was. Viele Menschen engagieren sich für ihre Mitmenschen und für den Frieden auf dieser Welt. Sie verdrängen nicht! Sie vergessen nicht! Sie handeln! Dafür gibt es viele wunderbare, beeindruckende Beispiele.
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5.11.11 Ansprache in der Prot. Kirche Hochspeyer

1. Mose 8, Verse 18 – 22 Da redete Gott mit Noah und sprach: „ Geh aus der Arche, Du und Deine Frau, Deine Söhne und die Frauen Deiner Söhne mit Dir. Alles Getier, das bei Dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit Dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein Jedes mit seinesgleichen. Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Mitglieder der prot. Kirchengemeinde Hochspeyer,

wenn Sie mich fragen, ob ich mich hier gerade wohlfühle, antworte ich Ihnen ganz deutlich mit „nein“, obwohl ich zweifelsfrei gewohnt bin, Reden zu halten. Zu allen möglichen Anlässen. Ich kenne diesen Ort jedoch nur aus Ihrer Perspektive. Sicherlich erleben Sie es als genauso ungewöhnlich wie ich, auf der Kanzel Ihrer Kirche einen Menschen ohne Talar zu erleben, der sich zwar kommunalpolitisch für Hochspeyer engagiert, aber nicht Mitglied dieser Kirchengemeinde ist. Der sich dem christlichen Glauben zugewandt fühlt, aber die Institution „Kirche“ auch sehr kritisch betrachtet. Einfach ist mir die Entscheidung auf die Bitte von Pfr. Eisfeld, hier zu stehen, sicherlich nicht gefallen. Nicht nur als Mensch, der Verantwortung trägt, bin ich heute hier, sondern versuche auch, Ihnen meine ganz persönlichen Gedanken zu dem Text: 1. Mose 8, Verse 18 – 22 zu vermitteln. Beschrieben wird dort das Geschehen nach einer Sintflut. Einer Situation, die uns in recht kurzen Zeitabständen, aber sicherlich nicht in diesem Ausmaß, immer wieder beschäftigt. Ich meine damit Katastrophen, wie Hurrikans und Tsunamis. Gerade reden wir von dem Erdbeben in der Türkei und darüber, wie wir die Lage derzeit dort vorfinden. Ist die Ursache nur in der Klimaveränderung und dem Ansteigen der Meere zu suchen oder gibt es einen anderen Fingerzeig? Kann man persönliche Katastrophen innerhalb der Familie, im zwischenmenschlichen oder auch im sozialen Bereich, beim Zusammenleben in einer Gemeinschaft oder auch der Gesellschaft als Fingerzeig sehen? Können persönliche Kleinkriege, die offenbar jahrelang keiner Lösung zugeführt werden können, als Fingerzeig gesehen werden? Als Zuschauer im sicheren Fernsehsessel sehen wir oft unbequeme Wahrheiten. Wir müssen doch erkennen, dass Leben und Überleben nicht selbstverständlich ist. Wir sehen, dass unser Wohl und Weh möglicherweise von Dingen abhängt, die wir trotz des hohen Grades der Technisierung und gegebenem Frühwarnsystem nicht im Griff haben. Aus dem Text male ich mir das Bild am Ende eines Katastrophenfilmes: Endlich geht die Flut zurück. Die Arche bleibt schief auf der Erde liegen, von der Flut wie Treibgut dort abgesetzt. Rundherum ist kein Leben zu erkennen. Alles ist im Urzustand. Aus der Arche bewegt sich ein lebendiger Zug. Die Tiere suchen sich ein neues Zuhause, ihre Notgemeinschaft mit Noah ist beendet. Die ertrunkene Natur wird nun von Neuem belebt. Die Menschen, die die Arche verlassen, laufen nicht gleich los, um die Gegend zu erkunden. Sie bleiben stehen und fallen sich in die Arme. Sie sind noch einmal davongekommen. Die Menschen erkennen in Dankbarkeit ihre letzte Chance. Sicherlich haben sie während des Aufenthaltes in der Arche Gelegenheit gehabt, ihr voriges Leben zu überdenken. Sie schichten wahrscheinlich gerade deshalb gemeinsam Steine auf, um ein Feuer entzünden zu können und jeder gibt für ein gemeinsames Essen, das was er zuviel hat. Hier stelle ich mir die Frage: Muss in unserem Leben zuerst etwas ganz Einschneidendes, etwas ganz Grauenhaftes passieren, damit wir wieder zueinander finden? Damit wir unseren Egoismus verdrängen und wieder lernen, nur gemeinsam stark zu sein. Damit wir uns wieder helfen und uns gegenseitig unterstützen, gleich welchen Standes, gleich welcher Hautfarbe, gleich welchen Bildungsniveaus. Die Menschen, die aus der Arche kommen, entscheiden sich für einen neuen Start, weil alles besser und anders werden soll. Tun wir das auch? Lernen wir aus den fast täglich pressewirksam dargestellten großen und kleinen Katastrophen?
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5.11.2011 Feier 50 Jahre Versehrtensportgruppe Hochspeyer

Sehr geehrter Herr Jung,

liebe Freundinnen und Freunde der Versehrtensportgruppe Hochspeyer, Sie feiern
heute Ihr 50. Jubiläum.

Ein Jubiläum ist immer ein Grund zum feiern; ist und bleibt immer ein Gemeinschaftserlebnis.
Wer alleine feiert -ohne Gäste-, der hat nur den halben Spaß. Damit Sie mehr Spaß haben,
haben Sie Freunde eingeladen -auch ich darf mich dazuzählen- und ich bin Ihrer Einladung
selbstverständlich sehr gerne gefolgt. Folgen hatte auch das Engagement der
Gründungsmitglieder vor 50 Jahren, denn diese haben die Versehrtensportgruppe
Hochspeyer ins Leben gerufen, die mit der Person Heinz Jung ganz eng verbunden ist.

Bereichert haben dieses Leben viele Sportler, die nicht mehr unter uns sein können, aber
insbesondere auch Sie alle, die Sie doch durch Ihre Aktivität das derzeitige Vereinsleben
bestimmen. Sie strengen sich an, um mit ihrem Training auch einen gewissen sportlichen Erfolg
zu erzielen, vergessen aber auch nicht die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Austausches.

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15.10.2011 Baumpflanzung an der Leutenberger Hütte

Herr Vorsitzender, lieber Klaus-Peter, meine sehr geehrten Damen und Herren,

die öffentliche Anerkennung von Leistungen dauern entgegen aller Beteuerungen, sich kurz fassen zu wollen, schrecklich lange. Und am Ende muss man sich für diese Zumutung auch noch bedanken. Summa Summarum: Wird man geehrt, begreift man schmerzlich, wie zutreffend das Bonmot ist: „Gegen Kritik kann man sich wehren, Lob muss man aushalten.“ So ist das auch hier, liebe Freunde des Pfälzerwaldvereins. Sie müssen das jetzt einfach aushalten. Aber immerhin habe ich Gnade vor Recht ergehen lassen und das Leitmotiv für meine Rede nicht selbst erfunden. Ich habe es geliehenbei einem der es wissen muss.

Bei Albert Einstein, dem Nobelpreisträger für Physik. Der Preisträger ist viel gelobt worden, meist eben ohne allzu glücklich darüber zu sein. Aber er hat aus all diesem Lob etwas gemacht. Er hat es so gewendet, dass das Lob nicht nur ihm galt, sondern auch der Sache, die ihm am Herzen lag, der Friedensbewegung. Und so sagte er: „Ihr feiert eine Legende, die meinen Namen trägt. Das beweist aber, dass in unserer Zeit neben dem verhängnisvollen Streben nach Macht und Luxus auch der Sinn für ewige Ziele des Menschengeistes lebendig ist. Darüber freue ich mich.“

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Haushaltsrede 2011

Sehr geehrte Damen und Herren Ratsmitglieder, verehrte Gäste,

Freiheit und Verantwortung gehören zusammen. Nur wer frei ist und auch anders agieren könnte, kann verantwortlich handeln. Diese Freiheit brauchen auch die Kommunen, die als Keimzellen unseres Staates einen Großteil der Verantwortung tragen. Bürgerinnen und Bürger sind die Kommunen und die Kommunen sind der Staat. Zur Finanzierung staatlicher Leistungen in vielen Lebenslagen, namentlich im Sozialbereich, brauchen die Kommunen eine Finanzausstattung, die ihren Namen auch verdient. Sie brauchen die nötigen Mittel, um die ihnen übertragenen Aufgaben angemessen erledigen zu können. Auf gemeindlicher Ebene heißt das unter anderem: Die Ansprüche an die Kinder- und Kleinkinderbetreuung, aber auch an das schulische und außerschulische Angebot steigen, auch weil sie eingefordert werden. Dabei handelt es sich nicht um einmalige Vorgänge, wie Investitionen in Gebäude oder Straßen, sondern um das Eingehen von dauerhaften Verpflichtungen.
Doch was passiert? Die meisten Kommunen haben, so wie auch die Ortsgemeinde Hochspeyer, ihre Freiheit schon längst verloren. Weil sie hoch verschuldet sind, hängen sie, so wie wir, bereits seit Jahren am Tropf der kommunalen Aufsicht und müssen sich die Ausgabe jeden Cents gut überlegen und dann auch staatlich genehmigen lassen. Einen großen Anteil an dieser mehr als unbefriedigenden Situation hat zweifelsfrei der Bund, weil ihn das Konnexitätsprinzip keineswegs interessiert. Den Bürgerinnen und Bürgern werden ständig Leistungen zusagt, die dann von den Kommunen zu zahlen sind. Für mich als Bürgermeister, der zumindest für diese Wahlperiode die Verantwortung für unser Dorf trägt, ist ein Sparwille nicht erkennbar. Wirtschaftswissenschaftler kritisieren fast täglich, dass man steigende Einnahmen, als Ergebnis der konjunkturellen Situation, nicht zum Schuldenabbau verwenden will, sondern Steuergeschenke als Wahlversprechen vor der nächsten Bundestagswahl vorbereitet. Diese Planung irritiert übrigens auch den Gemeinde- und Städtebund in seiner Eigenschaft als Interessenvertreter der Kommunen. Hier müssen wir versuchen, mit aller Macht gegenzusteuern, weil es um unsere Gestaltungsfreiheit geht.


Nun zum Haushalt der Ortsgemeinde Hochspeyer. Bereits im Jahr 2010 konnten nur ganz wenige Beschlüsse umgesetzt werden, weil der Ortsgemeinderat sich erst zum Jahresende mit dem von der Verwaltung der Verbandsgemeinde nicht gesetzeskonform vorgelegten Entwurf befassen konnte. In diesem Jahr hat sich die Situation verbessert, ist aber für uns alle weiterhin sehr unbefriedigend. Wenn sich der Rat heute, wie vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig empfohlen, für die Verabschiedung des Entwurfes ausspricht, so können wir mit einer Entscheidung der Kommunalaufsicht im Monat November rechnen. Weil wir wegen der desolaten Haushaltssituation mit Sicherheit für jede einzelne, für unseren Ort sinnvolle, Maßnahme, eine Einzelkreditgenehmigung einholen müssen, ist für mich schnellstes Handeln, angesagt. Durch diese, von mir nicht zu vertretende Situation, entsteht verständlicherweise bei dem Bürger der Eindruck, dass sich in Hochspeyer seit nunmehr zwei Jahren Nichts bewegt. Ich kann nur hoffen, dass die Handlungsräume schnellstmöglich verkürzt werden und der Ortsgemeinderat Hochspeyer sich künftig in dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Zeitrahmen mit der Haushaltsaufstellung beschäftigen kann. In sachlicher und verantwortungsvoller Weise haben sich die Ratsmitglieder in den Vorberatungen mit dieser Situation beschäftigt und in äußerst sachlicher Atmosphäre alles getan, um den Fehlbedarf möglichst gering zu halten. Die Steuersätze wurden vorbereitend auf ein verträgliches Maß erhöht. Durch sachlich bezogene Beschlüsse kann beispielsweise auch der Aufwand für die Ausgaben des Friedhofes, so wie es der Gesetzgeber verlangt, durch Einnahmen ausgeglichen werden. Noch in diesem Jahr sollen die Aufträge für die Renovierung der Festhalle, aber auch für die erstmalige Herstellung der weiteren Erschließung der Straße „Am Mehlweiherkopf“ vergeben werden. Die Überplanung des Friedhofes ist ebenso noch zu beauftragen. Fast abgeschlossen ist die bauliche Erweiterung der Kindertagesstätte; die Gestaltung der Außenanlage steht noch aus. Damit hat der Rat mit Blick auf den zunehmenden innerkommunalen Wettbewerb um Familien und qualifizierte Arbeitnehmer eine wegweisende Entscheidung getroffen. Zum Ausbau der U3-Betreuung haben wir unseren Teil geleistet, was nicht nur wegen der gesetzlichen Verpflichtung unabdingbar war, sondern auch, weil immer mehr jüngere Kinder diese unsere Einrichtung besuchen wollen. Eltern sind in vermehrtem Maße berufstätig. Deshalb ist es auch gesellschaftspolitisch sinnvoll, Gelegenheit zu bieten, Kontakte zu suchen und somit auch Spaß mit anderen Kindern zu haben, die es in der eigenen Familie, oder möglicherweise auch in der Nachbarschaft nicht mehr gibt. Gerade wegen des Rückganges der Kinderzahlen und der zunehmenden Ganztagesbetreuung muss der Ratsentscheidung für die Beauftragung der Spielleitplanung umgehend Rechnung getragen werden. Hier analysieren fachkundige Berater, mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz, die derzeitige Situation der vorhandenen Spielgelegenheiten; prüfen aber auch, ob möglicherweise Spielplätze aufgegeben werden können. Aus der Verwertung von solchen Grundstücken können Erträge generiert werden, mit denen die Aufwertung bestehender Spielmöglichkeiten sichergestellt wird. Selbstverständlich können auch zusätzliche Plätze geschaffen werden, wobei hier die Haushaltssituation immer Berücksichtigung zu finden hat. Die Vermarktung noch vorhandener Flächen im Gewerbegebiet wird zur Entlastung der Verschuldungssituation unserer Gemeinde beitragen. Die verstärkte Akquisition hat im vergangenen Jahr erste Erfolge gezeigt; weitere Verkaufserlöse werden sich im Haushaltsjahr 2012 positiv bemerkbar machen. Die angestrebten Verkäufe tragen auch zur Standortsicherung und der Verbesserung unserer Infrastruktur bei. Die innerörtliche Entwicklung muss weiterhin auf der Agenda stehen; wir werden sie besonders im Blick behalten müssen. Damit einher geht auch die Wohnbebauung; sie ist ein wichtiges Thema. Die Zeiten der Ausweisung neuer Wohngebiete ist, jedenfalls für mich, vorbei. Nun geht es darum, bestehende Quartiere weiterzuentwickeln, was sich der Rat, auf meine Anregung hin, auch auf die Agenda geschrieben hat. Das Quartier Wiesenstraße wird sich weiterentwickeln; eine notwendige Änderung des Bebauungsplanes soll schnellstmöglich beschlossen werden, um zügig mit dem Beginn des 1. Bauabschnittes eine Verbesserung der örtlichen Situation einleiten zu können. Ich habe bereits bei vielen Gelegenheiten herausgehoben, wie wichtig die gegenseitige Unterstützung in Hochspeyer ist. Wir wissen auch alle, dass in Zeiten knapper Kassen das ehrenamtliche Engagement die Lücke füllt, die in unserem Ort sonst deutlich sichtbarer wäre. Wir verweisen nach wie vor auf ein Angebot hoher Qualität, getragen von engagierten, nachhaltig aktiven, Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und Gruppen. Das dürfen wir uns nicht verscherzen, in dem wir mit Streichlisten möglicherweise Diskussionen anstoßen, die uns gemeinsam schaden. Erinnere ich doch in diesem Zusammenhang auch an die Arbeit des Arbeitskreises Senioren, der seit wenigen Monaten ein Angebot präsentiert, das beispielhaft in der näheren Umgebung ist. Ein aktives Bündnis von engagierten Menschen für Menschen, die für jegliche Unterstützung dankbar sind. Wir sollten schauen, ob sich die Bürgerinnen und Bürger noch mehr einbringen können. So wären beispielsweise neben Grünflächenpatenschaften sogar Spielplatz- oder Wegepatenschaften einer Nachbarschaft möglich, um hier kommunale Aufwendungen für Unterhaltungskosten zu sparen. Ich habe übrigens nach Vorliegen der notwendigen Voraussetzungen vorgesehen, mit einer ansprechenden Lösung die gemeindlichen Pflanzinseln so zu gestalten, dass der jährliche Arbeitsaufwand auf das Mindestmaß beschränkt werden kann, ohne dass die Qualität darunter leidet. Der Rat wird sich in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung zu wiederkehrenden Beiträgen beschäftigen müssen, um das notwendige Straßenausbauprogramm aufstellen zu können. Im Bereich des gemeindlichen Bauhofes müssen weitere Arbeitsabläufe verbessert werden, um einen nächsten Schritt zur Betriebswirtschaftlichkeit sicherzustellen. Hier ist die Neuordnung des Fahrzeugparkes vorgesehen, die selbstverständlich das Outsourcen des Winterdienstes berücksichtigt. Die Ersatzvornahmen belasten den Haushalt zwar mit etwa 100.000 €, sichern aber die Leistungsfähigkeit für die nächsten Jahre. Nach meinem derzeitigen Wissensstand werde ich dem Rat empfehlen, dem Entschuldungsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz beizutreten, was aber auch teilweise gravierende Einschnitte in liebgewonnene Leistungen unserer Kommune bedeuten wird. Für die nächsten Jahre sind dann jährlich über 100.000.-- € zusätzlich einzusparen. Nachdem der Kreis Kaiserslautern mitgeteilt hat, dass uns die beantragten öffentlichen Mittel aus dem Investitionsstock des Landes zur Renovierung und Sanierung der „Alten Schule“ nicht zufließen, weil man andere Projekte fördert, denen eine höhere Priorität zugestanden wird, werden wir uns, das wird jedenfalls meine Empfehlung an den Rat sein, von diesem Projekt verabschieden müssen. Das tut gerade mir persönlich sehr weh, weil wir eine geplante Maßnahme aufgeben müssen, die meines Erachtens wichtig für unsere Gemeinde ist. Keinesfalls werde ich den dortigen Nutzern dann lapidar mitteilen, dass sie sich andere Räumlichkeiten suchen müssen. Ich sehe mich durchaus in der Pflicht, in deren Interesse tätig zu werden und geeignete Alternativen anzubieten. Lösungsmöglichkeiten habe ich bereits angedacht, zumal dort u. a. auch unsere Gemeindebücherei und sowohl das Archiv der Ortsgemeinde, aber auch das der Verbandsgemeinde, untergebracht ist. Gemeinsam werden wir das schaffen. Den Mitgliedern des Ortsgemeinderates Hochspeyer werde ich ein Gesamtkonzept anbieten, das auch perspektivische Nutzungsmöglichkeiten des gemeindeeigenen Objektes „Penne“ beinhaltet, das in zentraler, innerörtlicher Lage durchaus interessante, für die Infrastruktur wichtige, Verwendungsmöglichkeiten bietet. Selbstverständlich begleite ich sehr gerne eine mögliche Verfeinerungen der Idee. In diesem Zusammenhang will ich bereits terminierte Besprechungen mit ernstzunehmenden Kaufinteressenten nicht verschweigen. Die finanzielle Situation der Ortsgemeinde ist dramatisch, das habe ich bereits angeführt. So wird unser bisheriges Eigenkapital spätestens im Jahre 2013 aufgebraucht sein und somit sind wir überschuldet. Faktisch ist diese Überschuldungssituation bereits eingetreten, weil zu unserem Vermögen auch Ortsstrassen, Bäche, der Friedhof u. a. Immobilien zählen, die nicht veräußerbar sind. Trotz sparsamster Haushaltsführung erwarten wir zum Jahresende einen Schuldenstand von etwa 5.1 Mio. €. Mit dem Zahlenwerk insgesamt möchte ich Sie in meinen Ausführungen nicht belasten, dazu liegen ausführliche Unterlagen vor. Es ist richtig, den Bürgerinnen und Bürgern schon heute sehr deutlich zu sagen, dass wir auch die zugegebenermaßen sehr geringen freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stellen müssen, die wir verschiedenen Institutionen bisher gerne zur Verfügung gestellt haben. Die Wahrnehmung gesetzlicher Aufgaben bindet einen sehr großen Anteil unserer Ressourcen. Die sogenannten Transferaufwendungen für Kreisumlage und Verbandsgemeindeumlage schlagen doch im Haushaltsjahr 2011 mit etwa 2.2 Mio. € zu Buche. Entlastungen sind hier nur durch Beschlüsse der zugehörigen Organe möglich. Selbst wenn wir auf alle Aufgaben, die dem Gesetz nach noch freiwillig, gesellschaftspolitisch aber zwingend erforderlich sind, verzichten würden, könnten wir unseren Haushalt nicht ausgleichen. Auf der Einnahmenseite bleibt uns also nur der Blick nach Berlin und nach Mainz. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass von dort den Sonntagsreden auch Taten folgen. Und dass man sich mit den Sorgen und Nöten der Kommunen, der kleinsten Gebilde unseres Staates, endlich ernsthaft auseinandersetzt. Wir befinden uns auch in einer finanzpolitisch schwierigen Zeit. Noch unbefriedigender ist die Tatsache, dass derzeit niemand weiß, wo es überhaupt hingeht, auf welche Zahlen wir uns verlassen können. Wir müssen uns voll und ganz bewusst sein, dass wir uns auch künftig sparsam verhalten. Wir müssen die Familienpolitik und die innere Entwicklung unseres Ortes ständig im Blick haben. Die Finanzprobleme, die wir haben, sind nicht hausgemacht; sie sind deutlich vom Bund verursacht und wirken sich, natürlich auch über die Länder, auf uns aus. Ich werde versuchen, auch weiterhin Beiträge zu leisten, die allerdings, schon wegen des geringen Gestaltungsspielraumes, nur im Verhältnis, klein sein können. Lösen muss dieses Problem, das sage ich zum wiederholten Male, die Bundesregierung mit einer auskömmlichen Finanzausstattung der Kommunen und einer von Allen als gerecht empfundenen Verteilung. Mein Dank geht zunächst an Herrn Marschall und Frau Haffner, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich Finanzen, aber auch an alle anderen Kolleginnen und Kollegen, die an der Aufstellung des Haushaltsplanes beteiligt waren. Ich nehme diese Gelegenheit auch gerne wahr, mich bei denen zu bedanken, die mich in meiner täglichen Arbeit konstruktiv unterstützen und für mich da sind, wenn sie gebraucht werden. Sie können sicher sein, dass ich auch weiterhin meine Ressourcen im Sinne meiner Heimatgemeinde so einsetzen werde, dass der finanzielle Aufwand für meine Tätigkeit so gering wie möglich gehalten wird.
 

Verabschiedung von Pater Dr. Robert Maszkowski

Sehr geehrter Pater Robert,
sehr geehrter Herr Fluhr,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit
und ohne Trauern in andr´e neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der
uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Diese Worte aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse,
gebe ich Ihnen, sehr verehrter Pater Robert, mit auf den Weg, der Sie aus Hochspeyer führt.

Sie brechen nun zu neuen Ufern auf. Eine neue Aufgabe wartet auf Sie; eine neue Herausforderung.
Sie freuen sich sicherlich auf diese neue Aufgabe und stellen sich auch gerne der Herausforderung.
Aber genauso mischt sich für Sie unter die Freude auf diese neue Herausforderung auch eine Menge
Wehmut. Vielen von uns wird es nicht leicht fallen, Sie ziehen zu lassen.

Die Spuren, die Sie hinterlassen, haben sich fest in das Gemeindeleben der Hochspeyerer Katholiken
eingeprägt. Ihr Wirken in unserem Ort hat stets deutlich gemacht, wie wichtig die katholische Kirche in
der ökumenischen Gemeinschaft ist. Sie haben das ökumenische Leben auf Ihre Art mitgeprägt und den
Bekanntheitsgrad der Glaubensgemeinschaft, für die Sie Verantwortung getragen haben, sicherlich nicht
geschmälert.

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Eröffnung der Swin-Golf-Anlage am 11.06.2011

Liebe Familie Labenski,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

die berühmte Profi-Golferin Karrie Webb, die übrigens dieses Jahr 37 Jahre alt geworden ist, hat einmal so schön gesagt: „Golf is my boyfried right now“. Liebe ist also… Das ist sicher eine zentrale Antwort auf die Frage: Warum Golf?

Bungee-Jumping bringt definitiv mehr Nervenkitzel. Tauchen ist abenteuerlicher. Beim Tennis verbraucht man mehr Kalorien. Nun, die Antwort ist einfach: Golf ist nicht nur ein Sport. Golf ist eine Lebenseinstellung! Oder mit den Worten des Schriftstellers Rymond Federman: „Es gibt nur zwei Typen von Menschen: Golfer oder Nicht-Golfer“.

Golfen heißt: mit Freunden zusammen sein, voller Konzentration im Hier und Jetzt. Alles Drumherum vergessen. Das ist aktuell, wie nie zuvor, gerade heutzutage. Denn wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Hetzen tagtäglich Terminen hinterher. Müssen verhandeln, überzeugen, verkaufen. Müssen ständig wachsam sein und auf der Hut vor der Konkurrenz. Zeit zum Innehalten, zum Luftholen bleibt hier kaum. Beim Golfen geht es von außen betrachtet darum, einen Ball einzulochen. Hier ist der Weg im wahrsten Sinne des Wortes das Ziel. Hier kann die Seele Kraft schöpfen. Zudem bietet dieser Sport häufig ungeahnte Einsichten ins Innere.
Der ehemalige Vorstandschef der Dresdner Bank, Wolfgang Röller, formulierte dies einmal so: „18 Golflöcher werden Ihnen über den Mitspieler mehr sagen, als 19 gemeinsame Jahre am Schreibtisch“. Golf ist, wie jeder danach Süchtige weiß, vor allem eine Sache der Psyche. Natürlich wird der Schläger mit Muskelkraft gesteuert, aber jeder Golfer weiß: 90 bis 95 Prozent des Erfolgs beruhen auf der mentalen Einstellung. Auch dies natürlich eine Parallele zum Wirtschaftsleben.
Der Sport-Journalist Harry Valerien, brachte es auf diesen Nenner: „Golf ist eine Droge. Wer sich auf dieses Spiel einmal eingelassen hat, kommt kaum noch davon los“.

Liebe Familie Labenski, Ihre Idee, mit Swin-Golf, auch den Menschen, die sich nicht einer elitären Gesellschaft zugehörig fühlen, die Chance zu geben, zusammen mit Freunden, voller Konzentration die äußeren Einflüsse unserer schnelllebigen Zeit vergessen zu lernen, ist genial. Sie geben uns Hochspeyerern und hoffentlich vielen Gästen, auch gerne der weiteren Umgebung, die Gelegenheit zum Luft holen in einem angenehmen Umfeld.

Über Tourismus reden und ständig nur philosophieren ist die eine Sache, touristische Highlights einfach zu schaffen und zu pflegen ist die andere Seite. Ich kenne Sie als Macher und das schätze ich an Ihnen. Sie rücken Ihren Heimatort in den Fokus von Menschen, die in der freien Natur, einen Sport erleben wollen, dessen Ausübung keiner Kleiderordnung und hochwertiger Ausrüstung bedarf und den Jeder ausüben kann.

Das geplante Hofcafe passt in ein wohldurchdachtes Konzept, dessen Realisierung auch alle Mitglieder des Rates der Ortsgemeinde Hochspeyer unbürokratisch unterstützt haben. Sehr gerne überbringe ich auch deren Grüße, verbunden mit den besten Wünschen für den notwendigen Erfolg, der für Sie Motivation sein soll, die noch vorgesehen Ausbaupläne umzusetzen. Sie können sicher sein, dass ich Sie auf diesem Weg sehr gerne begleite. Herzlichen Dank für Ihr bisheriges Engagement.

Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister der
Ortsgemeinde Hochspeyer 
 

07.05.2011 Trauerfeier für Herrn Hans Pallaske

Liebe Angehörige, liebe Gäste dieser Trauerfeier,

der große Dirigent Sir Andre Previn hat einmal gesagt: “Der eigentliche Unterschied zwischen Klassik und Jazz ist folgender: Bei der Klassik ist die Komposition stets größer und wichtiger, als ihre Interpretation. Beim Jazz hingegen ist es nicht so wichtig, was gespielt wird, sondern wie es gespielt wird.“

Trifft das nicht auf Herrn Hans Pallaske zu? War es nicht immer das „Wie“, das für ihn zählte: in der Musik, aber vor allem im Leben? Denn was uns im Leben begegnet – das können wir nicht beeinflussen: Das Schicksal hält seine Komposition für uns bereit. Aber wie wir die dann interpretieren, wie wir unsere eigene Sinfonie dann spielen – das macht unsere Persönlichkeit aus.

Hans Pallaske konnte virtuos improvisieren – eben wie ein Jazz-Musiker. Sei es bei kleinen oder bei großen Sorgen, bei Schwierigkeiten während eines Auftrittes oder privaten Problemen – er sagte: „Komm, das packen wir schon“. Er konnte trösten und selbst auf die traurigsten Gesichter noch ein Lächeln zaubern. Wenn er mit seinen Schülerinnen und Schülern erfolgreich war – hat er gelächelt. Und die Schüler spürten seinen Stolz. Manchmal kam es vor, dass eines seiner Band-Mitglieder traurig war. Vielleicht, weil es nicht das Solo spielen durfte, das es sich wünschte. Dann hat Herr Pallaske ihm gezeigt, dass es für die Passage, die es spielen sollte, genau die richtige Besetzung war. Mit seinem Lächeln hat er seinen Schülerinnen und Schülern die Angst genommen. Vor allem die Angst vor dem Versagen. Er hat ihnen immer Sicherheit gegeben.

Nun ist seine Sinfonie zu Ende und wir bleiben in der plötzlichen Stille zurück. Verlassen, doch voller Bewunderung. Traurig, doch froh, dass er zu uns gehört hat. Zornig, dass er schon gehen musste, doch dankbar, dass wir von ihm lernen durften, was Zuversicht und Lebensfreude bedeuten. Vor kurzem habe ich einen Satz gelesen – der hätte auch von Hans Pallaske sein können; er war in einen Grabstein gemeißelt und lautete schlicht: „Lieber Gott! Danke, dass ich hier zu Besuch sein konnte. Es war sehr schön.

Liebe Trauernde, ich hoffe sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger von Hochspeyer ein wenig dazu beigetragen haben, Herrn Pallaske diesen Besuch zu verschönern. Nun müssen wir mit unserer Trauer um ihn fertig werden – ohne ihn: Diesmal kann er uns nicht trösten. Wir müssen versuchen, es gegenseitig zu tun. So, wie ich Herrn Pallaske kennenlernen durfte, werde ich ihn in Erinnerung behalten. Wir hatten uns beide noch Vieles vorgenommen, das ich mit ihm zusammen nun nicht realisieren kann. Mit seinem ruhigen Lächeln lebt er in meinem Herzen weiter.


Ihr
Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister dr Ortsgemeinde Hochspeyer
 
 

100 Jahre Männergesangverein 1911, Festveranstaltung am 07.05.2011

Herr Vorsitzender, lieber Klaus,
liebe Mitglieder des Männergesangvereins 1911 Hochspeyer,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Richard von Weizäcker hat einmal gesagt: „Gesang zu hören ist schöner, als über Gesang zu sprechen. Aber es ist schöner, von Gesang zu sprechen, als von anderen Themen“.

Ich bin der gleichen Meinung. Schon aus diesem Grund bin ich sehr gern hierher gekommen, um Ihnen zum 100-jährigen Jubiläum zu gratulieren. Der Chor ist aus unserem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken und eine kulturelle Bereicherung für uns Alle. Es gibt wenig öffentliche Ereignisse, die der MGV 1911 mit seinem Gesang nicht eindrucksvoll gestaltet oder begleitet. Deshalb nehme ich die Gelegenheit Ihrer Einladung gerne wahr, allen aktiven Sängern im Namen der Ortsgemeinde Hochspeyer sehr herzlich für Ihr Engagement zu danken. Nicht nur, dass die Sänger uns mit ihren Konzerten erfreuen: Die Mitglieder des Männergesangvereins 1911 verwöhnen uns auch mit ihrem jährlichen Schlachtfest. Dieses Fest bringt uns nicht nur der Musik ein wenig näher, es bringt uns bei hausgemachten Deftigkeiten auch einander näher.

Christoph Rueger, ein deutscher Musiker und Hochschullehrer hat gesagt: „ Es gibt keine bessere Vorbeugung gegen Intoleranz und Brutalität, als das Singen im Chor. Im Straßenverkehr stört uns jeder, der auch Auto fährt. Er verstopft die Kreuzungen und schnappt uns den Parkplatz weg. Das Singen im Chor jedoch lässt uns die anderen Stimmen keineswegs als lästig empfinden, im Gegenteil, wir genießen sie“.

Vor 100 Jahren haben sich wenige Sänger zum jetzigen Männergesangverein 1911 zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: zu singen und sich selbst damit eine Freude zu machen. Zu diesem einen Ziel ist im Laufe der Zeit –vielleicht war es ja auch von Anfang an dabei- ein weiteres Ziel gekommen, nämlich uns, den Zuhörerinnen und Zuhörern, zu zeigen, was sie können, und uns damit auch Freude machen. Meine Damen und Herren, wir Alle können mit Sicherheit sagen: „Das ist gelungen“. Liebe Mitglieder, haben Sie vielen Dank dafür.

Ich habe zu Beginn unseren früheren Bundespräsidenten zitiert, der gesagt hat, dass es schöner ist, zu singen oder zuzuhören, als über Gesang zu sprechen. Sie können mir glauben: Es ist für Sie bestimmt angenehmer, meiner Rede zuzuhören, als meinem Gesang. Ich verspreche deshalb, dass ich jetzt nicht singe. Verbunden mit dem herzlichen Glückwunsch, auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger unserer Ortsgemeinde, zum 100. Geburtstag versichere ich, dass wir Ihnen die in der Satzung der Ortsgemeinde Hochspeyer vorgesehene Spende in Höhe von € 500.--Ihrem Konto gutgeschrieben haben. Alles Gute für die Zukunft.

Ihr
Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer 

 

2. Bürgerempfang der Ortsgemeinde am Schwimmbad Hochspeyer, Samstag, 30.04.2011

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
meine sehr geehrte Damen und Herren,

sicherlich haben Sie Verständnis dafür, dass ich Sie nicht namentlich begrüße. Sie Alle sind mir gleichermaßen wichtig.

Den Rahmen für diesen Bürgerempfang habe ich bewusst gewählt, um auch denen, die nicht ständige Gäste unseres Schwimmbades sind, Gelegenheit zu geben, diese kommunale Einrichtung näher kennenzulernen und auch einmal hinter die Kulissen zu schauen.

Die Hauptverantwortlichen, unsere Schwimmmeister Herr Völker und Herr Plaul, erläutern Ihnen selbstverständlich sehr gerne die technischen Zusammenhänge und Betriebsabläufe. Neu in unserer Runde ist das Ehepaar Maruska, das dafür Sorge trägt, dass sich die kleinen und großen Badegäste auch außerhalb des Schwimmbeckens wohlfühlen.

Genießen Sie die Zeit mit Kaffee und Leckereien, aber auch einer kleinen, deftigen Mahlzeit. Voller Stolz stelle ich Ihnen namens unserer Ortsgemeinde das neue Beachvolleyballfeld vor, das zweifelsfrei die Attraktivität des Bades steigert. Das Spielfeld wurde ganz bewusst nach den einschlägigen Regeln gebaut und ist auch für Indiaka nutzbar. Turnierspieler und –ausrichter sind selbstverständlich jederzeit herzlich willkommen. Wir freuen uns auch über elterliche Engagement, besonders im Kleinkindbereich. Spendeninitiativen zur Anschaffung von Sonnensegeln, Wasserkanonen und anderen Spielgeräten stehe ich immer positiv gegenüber, weil wir dadurch trotz der finanziellen Situation, die uns nicht nur einschränkt, sondern Vieles unmöglich macht, die Lebensqualität innerhalb der Ortsgemeinde Hochspeyer positiv beeinflussen können. Manche Investition ist nur deshalb möglich, weil sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich engagieren, der Gesellschaft ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen oder auch notwendige Anschaffungen durch Spenden ermöglichen.

Ehrenamt bedeutet aber nicht nur einzuspringen, wo Staat fehlt. Ehrenamt ist auch Ausdruck von Bürgertum, Ausdruck eines bürgerlichen Selbstverständnisses als starkes und solidarisches Mitglied der Gemeinschaft. Ehrenamt ist letztlich auch die Wahrnehmung und Ausübung von Freiheit. Die Ausübung von Freiheit für ein Ziel, das einem selbst wichtig ist und das man mit der Gemeinschaft teilt. Bürgerengagement ist kein Opfer. Es ist eine ganz logische Ableitung aus dem bürgerlichen Verständnis von Solidarität. Das bürgerliche Verständnis von Solidarität ist das einer Solidarität der Starken mit den Schwachen. Es ist keine Solidarität gegen etwas, sondern eine Solidarität für etwas, z. Bsp. für ein soziales Miteinander.

Selbst ein so kluger Mensch wie Albert Einstein fand gute Taten, wie soziales Engagement, irgendwie rätselhaft: „Mit den guten Taten ist es wie mit den guten Gedichten. Man spürt es kräftig, kann es aber nur ganz unvollkommen rational erfassen“, hat er einmal gesagt. Ich wage, Professor Einstein an dieser Stelle -einzig an dieser Stelle- zu widersprechen. Gute Taten sind ganz und gar rational. Indem ich die bestechende Logik des Bürgerengagements unterstreiche, hoffe ich, auch bei anderen Menschen Begeisterung dafür zu wecken. Mehr noch: ich möchte Lust auf Nacheifern machen. Auf dass Sie, die Sie uns im vergangenen Jahr unterstützt haben, nicht bloß bewunderte Vorbilder bleiben, sondern viel kopierte Vormacher. Auf dass Sie Mitstreiter und Förderer finden. Auf dass engagierte Bürger nicht die einsame Ausnahme seien, sondern Bürger ohne Ehrenamt die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Ehrenamtliche Tätigkeit bringt außer Ehre, nämlich vieles, was einen größer macht: soziale Kompetenz, Erfahrungen in Konflikt- und Krisenbewältigung, zusätzliches Wissen durch Schulungen oder Zusammenarbeit mit Experten. Außerdem neue Bekanntschaften, die oft zu echten Freundschaften werden, persönliche Bestätigung und damit Selbstbewusstsein und Sicherheit und nicht zuletzt bringt sie eine Menge Spaß. Wir Hochspeyerer brauchen unser gemeinsames, ehrenamtliches Engagement. Herzlichen Dank an Sie Alle für das, was Sie unserer Gesellschaft bisher gegeben haben und künftig sicherlich noch geben werden.

Herr Völker, der für unser Schwimmbad die Hauptverantwortung übernommen hat, wird die diesjährige Badesaison durch einen ersten Sprung ins Hochspeyerer Wasser eröffnen. Wenn Sie Ihre Badesachen dabei haben, dann machen Sie es ihm nach. Und wenn Sie Lust an Beachvolleyball empfinden, schauen Sie den jungen Sportlerinnen und Sportlern zu. Sie geben Ihnen sicherlich einen guten Tipp.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, herzlichen Dank für die Zeit, die Sie sich bisher für unser Dorf genommen haben. Herzlichen Dank für Ihr bisheriges Engagement. Stellvertretend für Alle, die uns unterstützen, bedanke ich mich bei Rainer Grüner, dem Geschäftsführer der WVE, Ver- und Entsorgungs-GmbH.

Lieber Rainer, schön, dass auch Du immer da bist, wenn wir Dich brauchen. Mir macht es Freude, Ihre Unterstützung zum Wohle und der positiven Weiterentwicklung der Ortsgemeinde Hochspeyer in Anspruch nehmen zu können. Bleiben wir noch eine Weile beisammen. Aus interessanten Gesprächen erwachsen regelmäßig gute Ideen.

Ihr
Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer

 

Adventssingen, Samstag, 4.12.2010

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Freunde des Adventssingens,

„Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit steigt´s wie wunderbares Singen – O, Du gnadenreiche Zeit.“ Mit diesen Versen von Josef von Eichendorff begrüße ich Sie herzlich zum Adventssingen dessen Veranstalter der Vereinsring Hochspeyer ist.

Ich freue mich sehr, dass heute Abend so viele Liebhaber adventlicher Musik den Weg hier in die katholische Kirche St. Laurentius gefunden haben. Aber in der Zeit von Navis, Straßenkarten und Routenplanern besteht wohl auch kaum die Gefahr, sich zu verirren. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob die Heiligen Drei Könige ihren Wegweiser zur Geburtsstätte Jesu, den Stern von Bethlehem, gegen unsere hochmoderne Technik und Ausstattung eingetauscht hätten – wohl eher nicht. Der Blick in die Sterne als Zeichen Gottes ist doch viel faszinierender, als der in die Straßenkarte. Das ging nicht nur den Drei Königen so. Auch uns ziehen sie an, wie magisch funkelnde Diamanten, vor allem an diesen dunklen, langen Winterabenden. Und bei der Sternguckerei kann man sich wunderbar entspannen, nachdenken und der Fantasie freien Lauf lassen. Sterne lassen uns die Unendlichkeit erahnen. Unendlich und universal ist auch die Sprache der Musik, in der Sterne ebenfalls oft eine Rolle spielen.

Die berühmte Arie des Cavadarossi aus Puccinis „Tosca“ beginnt zum Beispiel mit den Worten: „ Und es blitzten die Sterne“ und Elvis Presley rockte als Westernheld mit dem Song: „Flaming Star“. Die Hochspeyerer Chöre, und dazu zählt natürlich auch der Chor der Grundschule, haben heute Abend für Sie schon gezaubert. Sie zaubern weiter, zusammen mit der Blaskapelle Hochspeyer, einen weihnachtlichen Sternenhimmel. Sie haben musikalische Glanzstücke zusammengestellt, mit denen sie uns Alle zum Strahlen gebracht haben, weiter dazu bringen und auf den morgigen Wald-Weihnachtsmarkt, aber auch auf das bevorstehende Weihnachtsfest, einstimmen.

Ganz persönlich, aber auch namens der Ortsgemeinde Hochspeyer, danke ich für einen schönen, besinnlichen und frohen Abend.

Ihr Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer 
 

Eröffnung des Wald-Weihnachtsmarktes 2010

Liebe Hochspeyerer, liebe Gäste,

heute ist der zweite Advent und damit beginnt unser traditioneller Weihnachtsmarkt, zu dem ich Sie Alle ganz herzlich begrüße. Der bodenständige Charme beispielsweise eines Wochenmarktes ist mit dem Zauber unseres Wald-Weihnachtsmarktes gar nicht zu vergleichen. Für mich als Ortsbürgermeister beginnt die Vorweihnachtszeit bei uns in Hochspeyer traditionell mit einem ersten gemütlichen Bummel über unseren schönen Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr an einem anderen Ort, in einer anderen Form, mit vielen interessanten Ausstellern aus der Region.

Die Idee, hier miteinander zu feiern ist in einer Besprechung mit Herrn Forstdirektor Müller entstanden, der hier, zusammen mit unserem Revierförster, Herrn zum Hingste, den Mitveranstalter: Landesforsten vertritt. Bei Herrn Schneider, dem Vorsitzenden des ausrichtenden Kulturvereines Hochspeyer, ist der Gedanke auf fruchtbaren Boden gefallen. In vielen Gesprächen haben wir gemeinsam aus einem kleinen Pflänzchen dieses Konzept der Wald-Weihnacht entwickelt, das sich sehen lassen kann. Ein solches Engagement für Hochspeyer ist keine Selbstverständlichkeit, weshalb ich mich persönlich und namens der Ortsgemeinde Hochspeyer ausdrücklich bei den Vorstandsmitgliedern des Veranstalters und all denen bedanke, die dafür gesorgt haben, dass wir hier und heute in schöner Atmosphäre miteinander feiern können.

Bestimmt freuen Sie sich, genau wie ich, auf Dinge, die es eben nicht das ganze Jahr über an jeder Ecke zu kaufen gibt. Von selbstgebastelten Weihnachtskarten über Honigkerzen bis Glühwein. Und auch für ganz besondere Weihnachtspräsente ist gesorgt: Gönnen Sie sich eine der handgeschnitzten Krippen mit Figuren, eine gemeißelte Form aus Sandstein, handgestrickte Socken oder ein Bild mit Ihrem Enkel auf dem Schoß des Nikolauses. Und natürlich auch Musik, die uns mit dem Weihnachtsfest verbindet. Genießen Sie am Lagerfeuer den Duft von Weihnachten, räuchern Sie Stockbrot und lassen Sie uns miteinander reden. Sie können sich aber auch vom Fernsehen in Weihnachtsstimmung bringen lassen.

Spötter seufzen gerne: „Alle Jahre wieder…“, wenn sie im Dezember in der Programmzeitschrift dieselben Filme finden, wie im Jahr zuvor – und davor – und davor… Aber seien Sie ehrlich: Jeder von uns hat doch so einen Filmklassiker, der auf keinen Fall fehlen darf, wenn es Weihnachten werden soll. Meinem Film bin ich jetzt schon seit 1982 treu und werde ihn auch dieses Jahr am 20. Dezember nicht verpassen. Das können Sie sich vormerken: Am 20. Dezember um 20.15 Uhr habe ich keine Zeit. Da beginnt nämlich „ Der kleine Lord“. 1886 ist er als Kinderbuch erschienen und mehrfach verfilmt worden. Aber nur die Version von 1980 mit Alec Guinness als hartherzigem, verbittertem Earl of Dorincourt hat es zum Weihnachtsklassiker geschafft. Sie kennen den Film sicherlich. Der kleine Cedric, ein achtjähriges Blondköpfchen, verzaubert durch seine Unbekümmertheit und vorurteilsfreie Liebe seinen Großvater derart, dass der seinen Hass begräbt, seine Vorurteile abbaut und in ihm eine bis dahin fremde Großzügigkeit entdeckt.

Liebe Gäste, in dem Film sagt die Mutter des kleinen Cedric den schlichten Satz: „Jeder Mensch sollte mit seinem Leben die Welt ein klein wenig besser machen“. Das ist nur eine der vielen kleinen, simplen Botschaften, die uns diese Geschichte schenkt und mit seiner Überzeugung und Aufrichtigkeit erklärt uns der kleine Lord die Weihnachtsbotschaft direkt und schnörkellos. Die Falle daran ist nur, dass wir nie auf die Idee kommen, Cedric hätte etwas an uns zu kritisieren – immer nur an den anderen. Dabei sind wir genauso gemeint! Könnten wir nicht alle etwas mehr Zivilcourage zeigen? Hinschauen und reagieren. Nicht darüber hinwegsehen, wenn anderen Unrecht oder Schlimmeres passiert. Und so wenigstens unsere kleine Welt in Hochspeyer etwas besser machen! In dem Film wird der adelige Großvater vom Menschenverächter zum Menschenfreund und zum besten Großvater der Welt, wie es der kleine Lord ehrlich überzeugt immer wieder sagt. Gut so, denken wir und halten uns selbst für vorurteilsfrei. Sind wir ja auch… bloß… Irgendeine Gruppe gibt es doch immer, die durchs eigene Raster fällt. Die Ausländer, die faulen Hartz-Vierer, die von der einen Partei oder von der anderen, die Spießer, die Langweiler, die Hundebesitzer, die Tierhasser, die Hippies, die Warmduscher…. Oder, auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, die wir am 3. Oktober gefeiert haben, die Ossis bzw. die Wessis. Reicht es damit nicht mal langsam? Was dem englischen Aristokraten gelungen ist können wir doch auch, oder?

Nun liebe Gäste, liebe Hochspeyerer, wenn meine warmen Gedanken Sie noch nicht ausreichend gewärmt haben, dann bummeln Sie doch eine Runde über unseren kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt und lassen sich von dem einen oder anderen Schluck Glühwein oder einer deftigen Mahlzeit wieder aufwärmen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen.

Ihr
Hans-Norbert Anspach
-Ortsbürgermeister-

 

Seniorennachmittag, 20.11.2010

„Wie fühlt man sich mit 85?“ fragte ein Partygast einst den 85-jährigen Komiker George Burns. Worauf dieser nur brummelte: „Wenn ich mich wie 85 fühle, dann lasse ich Sie es wissen“.

Meine sehr geehrte Damen und Herren,
der Ruhestand, so höre ich immer wieder, kann ganz schön anstrengend sein. Neulich erzählte mir ein sich im Ruhestand befindliches Mitglied unseres Ortsgemeinderates: Enkel täglich in den Kindergarten bringen und abholen, Renovierungsarbeiten am Haus meiner Tochter, Arbeit für den Ortsverein, Hilfe im Haushalt, beginnend mit: Deet sche mol…, Arzttermine, Stammtischbesuch, Geburtstage, Fraktions- und Ratssitzungen – ich habe so viel zu tun, ich weiß gar nicht, woher ich früher die Zeit für die Arbeit genommen habe. Und eine Besucherin meiner Sprechstunde fasste ihre jüngsten Erfahrungen so zusammen: „Im Ruhestand ist höchstens so viel Ruhe drin, wie Hund im Hundekuchen“. Umso mehr freue ich mich, dass Sie sich heute die Zeit genommen haben, meine Einladung, die ich auch im Namen aller Mitglieder unseres Ortsgemeinderates ausgesprochen habe, anzunehmen. Ich begrüße Sie alle recht herzlich. Schön, dass Sie da sind, um alte Bekannte und neue Leute zu treffen.

Meine Damen und Herren,
der Philosoph Artur Schopenhauer hat einmal gesagt: „Das Alter hat die Heiterkeit dessen, der seine Fesseln los ist und sich nun frei bewegt.“ Er hat damit wohl die Fesseln des Arbeitslebens gemeint, die Verpflichtungen bei der Erziehung der Kinder, die Last der Verantwortung. Und daher klingt es doch ziemlich erfreulich, was der Philosoph da sagt, es schmeckt nach Freiheit und Muße - es hat nur einen Haken: es ist nicht ganz wahr. Zwar mögen einige Fesseln von Ihnen abgefallen sein, doch die Stricke der Verantwortung sind Sie noch lange nicht los.
Ich denke da zum Beispiel an Herrn Fluhr, der viele Aufgaben für die kath. Kirchengemeinde wahrnimmt. Oder an unseren Historiker, Herrn Neumer, der immer ansprechbar ist, wenn es um die Geschichte unseres Ortes geht. Neulich habe ich ihm gesagt, dass er erfunden werden müsste, wenn es ihn nicht gäbe. Oder an das Ehepaar Katharina und Helmut Bohlander, die Jahrzehnte für die prot. Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig waren. Aber auch Horst Ebelsheiser, dem Hüttenwart der Leutenberger Hütte, dem der Erhalt unserer Gemeinde- bzw. Städtepartnerschaft besonders am Herzen liegt. Die Beispiele stehen exemplarisch für viele Menschen, die ihre Zeit und ihre Kraft für uns opfern. Sie alle übernehmen Verantwortung. Aber nicht nur durch ihr Engagement in unserer Gemeinde sind Sie hier unersetzlich, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger – nein, jede und jeder von ihnen besitzt außerdem etwas, das den jungen Menschen einfach fehlt: Es ist etwas sehr Wertvolles, das gerade in unserer schnelllebigen, manchmal oberflächlichen Zeit dringend gebraucht wird, heute, wo Kollege Computer den Takt angibt und die globalen Zusammenhänge immer komplizierter werden. Sie besitzen etwas, was man in keinem Geschäft kaufen kann, das man nicht im Internet findet, das in keinem Lehrgang, keiner Fortbildung zu erlernen ist: Sie besitzen Lebenserfahrung. Sie kennen vielleicht den Spruch: „ Oldies but Goldies“, frei übersetzt: „Schon etwas älter, aber Gold wert“. Wenn man das so salopp daher sagt, ahnt man gar nicht, wie viel Wahrheit darin steckt: Denn ist die Weisheit des Alters nicht tatsächlich Gold wert- mindestens? Und so gesehen ist dieser Nachmittag heute eine echte „Goldgrube“, denn ein größerer Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen lässt sich im Augenblick wohl nirgendwo sonst in unserer Gemeinde finden.
Diese Erfahrung möchte ich nutzen, um die Arbeit mit und für Sie in Hochspeyer weiterentwickeln zu können: Eine kleine, aber feine Gruppe unter Federführung von Frau Manuela Vogt beschäftigt sich seit einigen Monaten mit diesem Thema. Wir Alle haben neue Pflöcke eingeschlagen, die nach Ihrem Willen und mit Ihrer Hilfe umgesetzt oder auch verfestigt werden sollen. Bei interessanten Gesprächen des vergangenen, aber auch diesen Jahres, habe ich aus Ihrem Kreis viele Anregungen mitgenommen. Überrascht sind Sie sicherlich von der aufgelockerten Sitzordnung und der Programmgestaltung, die mehr dem Bedürfnis des Gedankenaustausches entspricht und die reine Unterhaltung eher im Hintergrund sieht. Hieraus zu schließen, dass mir beispielsweise der Gesang unserer Chöre in Hochspeyer oder auch die sportliche Betätigung der Seniorinnen und Senioren für Seniorinnen und für Senioren nicht wichtig ist, ist ein Trugschluss. Die Aktiven unseres Arbeitskreises sitzen auch an Ihrem Tisch und wollen möglichst viel aus dem reichen Erfahrungsschatz mitnehmen. Sagen Sie uns offen, was Ihnen wichtig ist. Wir werden versuchen, Ihren Vorstellungen gerecht zu werden.
Es ist vorgesehen, Sie künftig vier Mal pro Jahr in verschiedene Räumlichkeiten innerhalb unserer Gemeinde unter Einbindung der Kirchen und der Vereine, die zweifelsfrei ein wichtiger Faktor unserer Gemeinsamkeit sind, einzuladen. Jedes Zusammensein sollte, der jeweiligen Jahreszeit angepasst, einem bestimmtem Thema gewidmet sein. Darüberhinaus wollen wir eine Anlaufstelle schaffen, die Ihnen den Weg zur Lösung Ihres Problems aufzeigt. Wir planen, dienstags vormittags und donnerstags nachmittags die Gelegenheit zu bieten, Ihnen weiterhelfen zu können um beispielsweise Kontakte zu Behörden, Institutionen, Selbsthilfegruppen zu vermitteln. Andere Ansätze sind die Organisation von Skatnachmittagen, Lesestunden unter Einbindung der Gemeindebücherei, Handarbeitskreise, Einführung in die Internetnutzung für Seniorinnen und Senioren und vieles mehr, auch in Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Einrichtungen. Selbst die hiesige Leiterin unserer Kreisvolkshochschule, Frau Herta Hahn, hat mir versprochen: sie lässt sich gerne in die Arbeit einbinden. Sagen Sie uns ehrlich, ob Ihnen die vorgenommenen, aber auch die vorgesehenen, Änderungen gefallen und wie Sie sich deren Weiterentwicklung vorstellen. Wir freuen uns darauf.
Herzlichen Dank an die vielen fleißigen Menschen, die immer sehr gerne da sind, wenn sie ehrenamtlich für unsere Gemeinde gebraucht werden. Sie alle tragen zum guten Miteinander innerhalb der Dorfgemeinschaft bei. Dieses Engagement macht Mut. Meine Damen und Herren, ob Sie nun eher zu den Ruheständlern oder den sogenannten „Unruheständlern“ gehören – Hauptsache ist doch, Sie finden für sich selbst die richtige Mischung aus Betriebsamkeit und Ruhe, aus Verantwortung und Spaß. Und letzterer ist es, der jetzt auf dem Programm steht. Also noch einmal: Herzlich willkommen.
Nach dem Kaffeetrinken erfreuen Sie die Kinder unserer kommunalen Kindertagesstätte zusammen mit der Leiterin, Frau Hannelore Lieser und ihren Kolleginnen. Ein Gedicht, das zu unserer heutigen Stimmung passt, trägt Lieselotte Mayer vor. Musikalisch unterhalten werden Sie, wie gewohnt, von der Blaskapelle Hochspeyer unter Leitung von Rainer Schwarz.
Gestatten Sie mir noch abschließend auf den Hochspeyerer Wald-Weihnachtsmarkt hinzuweisen, zu dem ich Sie am zweiten Adventssonntag in unserer Festhalle, das ist die frühere Grillhalle, gerne begrüße. Der ausrichtende Kulturverein Hochspeyer bietet uns allen mit Unterstützung der Ortsgemeinde und Landesforsten gesellige Stunden. Sie werden von der Anzahl und der Vielfalt des Angebotes weitestgehend heimischer Aussteller überrascht sein. Der Lohn des Künstlers ist der Applaus; der Lohn der Aussteller ist unser Besuch. Laden Sie Ihre Kinder, Enkel und Urenkel ein. Selbstverständlich haben wir auch einen Fahrdienst organisiert, der Sie von 10 Uhr bis 19 Uhr von der Ortsmitte, genauer gesagt, vom Parkplatz an der Kreissparkasse, hinfährt und selbstverständlich wieder zurück bringt. Ich wünsche uns viel Spaß und nette Gespräche.

Ihr
Hans-Norbert Anspach 
Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer
 

225 Jahre Waldleinigen

Sehr geehrter Herr Gasiorek,
meine Damen und Herren,
liebe Festgäste,

zunächst herzlichen Dank für die Einladung zum Festakt anlässlich der 225-Jahr-Feier von Waldleiningen. Wie es bei großen und runden Jubiläen üblich ist, haben Sie sich ins Zeug gelegt und ein Festprogramm auf die Beine gestellt, das mich schon alleine deshalb freut, weil der Hochspeyerer Historiker, Herr Franz Neumer, sich auch hier auf den Weg gemacht hat, um möglicherweise bisher unbekannte Spuren der Geschichte Ihres Ortes zu entdecken.

Ein Stück Verbundenheit zwischen unseren Kommunen wird aber auch durch das Mitwirken des besten Männerchors der Pfalz, des Männergesangvereins 1911 Hochspeyer, deutlich, der ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens ist und auf den wir Hochspeyerer ganz besonders stolz sind. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hochspeyer,

Herr Walter Rung, kann heute wegen eines operativen Eingriffs nicht hier sein, hat mich aber gebeten, Ihnen die herzlichsten Grüße zu übermitteln. Dies tue ich auch sehr gerne namens der Beigeordneten, Herrn Thomas Klein und Herrn Heinz Lahmers, die wegen unterschiedlicher Krankheitsbilder ebenfalls nicht anwesend sind.
Bei Gesprächen spüre ich deutlich, wie sehr Sie, die Sie hier leben, die 225-jährige Ortsgeschichte mit Stolz erfüllt. Das Dorf ist vermutlich noch ein ganzes Stück älter. Aber sie feiern das Jahr, in dem Waldleiningen zum ersten Mal in einer Urkunde, und dies kann grundsätzlich auch eine sonstige Aufzeichnung sein, erwähnt wurde. Das war 1785. Seit dieser Zeit haben die Menschen ihr Lebens in Waldleiningen gemeistert. Und über Generationen hinweg ist hier ein Heimat- und Zusammengehörigkeitsgefühl gewachsen, das die Bürgerinnen und Bürger verbindet und das Stabilität und Geborgenheit gibt. Mit Recht wird die Vereinzelung des modernen Menschen beklagt, vor allem in großen, oft anonymen Städten. Die Freiheit in der Stadt ist oft an Einsamkeit gekoppelt. Es waren zweifellos Gemeinsinn, Zusammenhalt und die Überschaubarkeit des Ortes, die den Menschen auch schon damals die Kraft gaben, ihr Leben zu bewältigen. Dieses Leben ist keineswegs mit dem von heute zu vergleichen. Stärken Sie alle gerade deshalb Ihre Gemeinschaft, Sie geben damit der Anonymität keine Chance. Überwinden Sie möglicherweise Trennendes und engagieren Sie sich weiter für Ihre Heimat, Ihren Lebensmittelpunkt und den Geist des Miteinanders.

Ganz persönlich, im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Hochspeyer, aber auch namens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung, spreche ich Ihnen für Ihre bisherige Leistung meine Anerkennung aus. Ich wünsche Waldleiningen weiterhin ein gutes Gedeihen. Und ich wünsche meinen Nachbarort weiterhin aktive und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Herzlichen Glückwunsch an Sie alle.

Ihr
Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer
 

Rede am Volkstrauertag, 14.11.2010

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„ Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern“ forderte der damalige Bundespräsident Theodor Heuss 1952, als 68-jähriger, von den Menschen. „…Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern“
Was für eine große Aufgabe! Was soll ich tun, ich kleiner Mensch im „big business“?
Fragen Sie sich das auch, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, meine sehr geehrten Damen und Herren? Was sollen wir tun? Wir leben schon seit Jahren und Jahrzehnten in einem Land ohne Krieg. Mitten im „dicksten Zivilleben“ wie es in Wolfgang Borcherts Theaterstück „Draußen vor der Tür" heißt. „Mitten in dicksten Zivilleben“ also. Und wirklich ohne Krieg? Wir gedenken heute der Opfer, der Millionen Toten der Weltkriege.
Wir gedenken der Opfer von Gewaltherrschaft, und wir gedenken der Opfer von Gewalt. Wir gedenken der Vergangenheit?

Auch heute im 65. Jahr nach Ende des zweiten Weltkriegs, sterben wieder junge Deutsche sinnlos im Krieg, zum Beispiel in Afghanistan.
Und was ist mit den Opfern von Alltagsgewalt, all den Namenlosen, die unter Ignoranz leiden, unter verbalen Attacken, unter körperlichen Übergriffen, unter häuslicher Gewalt und Gewalt auf der Straße? Was ist mit Menschen wie Dominik Brunner, dessen Zivilcourage keine Unterstützung an diesem denkwürdigen 12. September 2009 fand? Und dessen Zivilcourage ein Jahr später von Presse und Gerichten in Frage gestellt wurde, nachdem ihm eilig posthum das Bayerische Verdienstkreuz und der „XY-Preis für Zivilcourage“ verliehen worden waren?
Ging anfangs mit der Berichterstattung über Brunners Einsatz für die jungen Leute ein dringender Appell durch die Presse mit dem Tenor:
„Solche Menschen braucht das Land“ wurde im Rahmen der gerichtlichen Untersuchungen der Mann Brunner und sein Engagement in Frage gestellt. Zu Recht oder nicht – darum geht es mir gar nicht. Aber eines ist sicher: Die medientechnische Schlammschlacht um die hässlichen Szenen am S-Bahnhof Solln kann bestimmt niemanden mehr motivieren, sich um andere zu bemühen – sich einzumischen, wenn er Gefahr für andere erkennt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, vielleicht versetzt es Sie in Erstaunen, in Erschrecken, dass ich heute am Volkstrauertag, dieses Thema aufgreife. Aber das ist meine Antwort auf die Frage: Was soll ich tun? Trotzdem handeln und gerade deswegen! Mutig der Gewalt, vor allem auch der Jugendkriminalität energisch entgegentreten. Das „Ende der Geduld“ ist erreicht, wie die kürzlich verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig in ihrem gleichnamigen Buch feststellt. Und mit dem Ende der Geduld auch der Anfang des Handelns: Ich als Bürgermeister und auch die Justiz, aber auch Sie als Zeugen, als Helfer – hoffentlich nicht als Opfer: Wir alle sind gefragt! Schauen Sie nicht weg, schauen Sie hin! Greifen wir ein, wenn es nötig ist. Machen wir eine Aussage, wenn wir gefragt werden. Nicht immer nach dem Motto der bekannten drei Affen: Nix sehen, nix hören, nix sagen. Das gilt auch für die Opfer. Wenn sie nicht anzeigen, was ihnen widerfahren ist, und wenn Sie nicht zu ihrer Anzeige stehen, können die Schuldigen nicht zur Rechenschaft oder gar aus dem Verkehr gezogen werden. Schützen Sie sich und Andere. Das ist unsere Aufgabe: Sorgen wir dafür, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen in unserer Gemeinde. Dafür setze ich mich ein und dafür bitte ich Sie alle um Ihre Kraft, Ihre Ideen, Ihren Mut und Ihre Zivilcourage Nein, ich bitte nicht. Ich fordere! Ich fordere nachhaltig. Ich zähle auf Sie alle und vertraue auf die guten Kräfte in Hochspeyer.

Ihr
Hans-Norbert Anspach
Bürgermeister der Ortsgemeinde Hochspeyer
 

Würdigung von Herrn Weisbrod als Chorleiter beim Gesangverein Neuhemsbach

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

zugegebenermaßen habe ich erst dem Veranstaltungsprogramm  für das 150. Jubiläumsjahr entnehmen können, dass wir, das heißt die Ortsgemeinde Hochspeyer und der Gesangverein „Harmonie“ Neuhemsbach zumindest bis zum Jahresende partnerschaftlich verbunden sind. Wobei Vertreter dieser Partnerschaft, in diesem Falle, nicht der Bürgermeister ist, sondern Ihr musikalischer Leiter, Herr Weisbrod, der vor vielen Jahren mit den SängerInnen und Sängern, aber auch den Vereinsverantwortlichen, eine Partnerschaft eingegangen ist.
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Rede zur Eröffnung der Jugendherberge

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
zunächst herzlichen Dank für die Einladung.

Auch für den Bürgermeister einer Ortsgemeinde gibt es zahlreiche Termine; die sind Pflicht, aber es gibt auch solche, die sind Kür. Diese Feier ist Kür.
Ich bin sehr gerne gekommen, um Ihnen Allen zunächst die Grüße der Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Hochspeyer und natürlich auch meine eigenen, ich bin ja selbst auch Bürger dieses wunderschönen Ortes, zu überbringen. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hochspeyer, Herr Walter Rung, hat mich beauftragt, Ihnen seine besten Wünsche zu übermitteln. Er kann krankheitsbedingt heute nicht da sein.
Auch für die hier anwesenden Amtskollegen der Gemeinden Fischbach, Frankenstein und Waldleiningen darf ich zu Ihnen sprechen.
Es ist eine sehr schöne Aufgabe, dabei sein zu können, wenn nach einer monatelangen Sanierungs- und Renovierungsphase sozusagen der Startschuss gegeben wird, damit Neues seinen Lauf nimmt. Neues ist für uns die Naturpark-Jugendherberge Hochspeyer, die als Familien- und Jugendgästehaus geführt wird.
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30. Geburtstag der Badmintonabteilung des TuS Hochspeyer

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Freunde des Badmintonspiels,

Sport ist mehr als nur die wichtigste Nebensache der Welt. Sport ist der Grundpfeiler für die Gesundheit und eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft. Herzlichen Dank für die Einladung zur Feier des 30-jährigen Jubiläums der Badmintonabteilung des Turn- und Sportvereins Hochspeyer.
Namens der MitgliederInnen und Mitglieder des Ortsgemeinderates, aber selbstverständlich auch aller Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde und nicht zuletzt selbst gratuliere ich allen Aktiven, Freizeitspielern und Funktionären, die zum sehr guten Gelingen von 3 Jahrzehnten Badminton innerhalb des größten Hochspeyerer Sportvereins beigetragen haben, sehr herzlich.
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Haushaltsrede 2010

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

der Haushalt einer Kommune sollte, folgt man gedanklich den Regelungen der Doppik, eigentlich mit der Gewinn- und Verlustrechnung, sowie der Bilanz eines Unternehmens vergleichbar sein. Die Darstellung des Rechnungsergebnisses, zumindest des Vorjahres, sowie die Prognose aus dem hochgerechneten Ergebnis des laufenden Jahres und die vorgesehenen Investitionen müssten Bestandteil des kommunalen Haushaltes sein. Der Unternehmer plant aus zeitnahen Zahlen die künftige Entwicklung seiner Gesellschaft.
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Grußwort für Männergesangverein 1911 Hochspeyer zum 100. Geburtstag

Leonard Bernstein hat einmal gesagt: „Nichts kann zum Verständnis von Musik mehr beitragen, als sich hinstellen und selbst Musik machen“. Genau das haben die Gründer des jetzigen Männergesangvereins 1911 vor 100 Jahren getan. Sie haben sich vereint, geübt, auf die Bühne gestellt und mit ihrem Chorgesang ihren Mitmenschen große Freude bereitet.

Zu dem Jubiläum, das am 07. Mai 2011 gefeiert wird, gratuliere ich den Sängern der Gegenwart im Namen der Mitglieder des Ortsgemeinderates Hochspeyer und aller Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich. Mein Dank gilt all denen, die sich in dieser Zeit im Chor engagiert haben.
Das sind zunächst natürlich die Sänger selbst. Ohne sie geht nichts. Sie machen den Chor zu dem, was er ist: Ein Chor. Chorgesang wird es nur in der Gemeinsamkeit mit Gleichgesinnten. Man lernt, aufeinander zu hören – im wahrsten Sinne des Wortes.
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Begrüßung des Shanty-Chores bei der gemeinsamen Veranstaltung des Volkschors Hochspeyer und des Männergesangvereins Hochspeyer

Sehr geehrten Damen und Herren,

zunächst ganz herzlichen Dank für die Einladung zum ostfriesischen Fest in unserer Grillhalle, die ich künftig nur noch als Festhalle bezeichnen werde. Ich betone das Wort „Festhalle“ deshalb, weil  uns  auch dieser Arbeitstitel zu einem Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von € 58.000.—verholfen hat, um die notwendige Sanierung mit einem Aufwand von mehr als € 100.000.—in einem ersten Bauabschnitt abbilden zu können.
Auch im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger grüße ich Sie alle ganz herzlich und wünsche uns zusammen fröhliche Stunden.
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Grußwort zum Jubiläum des Pfälzerwaldvereins

Liebe Freunde des Pfälzerwald-Vereins,
 
Wandern ist „in“. Wandern macht Spaß. Wandern befreit von Stress und Hektik. Wandern hält fit. Wandern bringt Körper und Gemüt ins Gleichgewicht. Das alles ist altbekannt, wird aber von immer mehr Menschen neu entdeckt. In unserer hochtechnisierten Welt besinnen sich die Menschen verstärkt auf ihre eigenen Füße, die nicht nur Autopedale bedienen, sondern sie auch leicht und sicher durch Wald und Flur bringen können. Immer mehr Menschen merken, wie gut es ihnen tut, sich in frischer Luft und freier Natur zu bewegen.
Weiterlesen: Grußwort zum Jubiläum des Pfälzerwaldvereins
 

Begrüßung zum Seniorennachmittag 2009

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 
ich freue mich sehr, Sie Alle namens der Ortsgemeinde Hochspeyer und der Mitglieder des Rates hier in der Turnhalle der Grund- und Hauptschule begrüßen zu dürfen.
 
Wenn man die öffentlichen Diskussionen in den Zeitungen, im Radio und im Fernsehen verfolgt, so kann man den Eindruck gewinnen, als gäbe es nur noch Probleme der Jugend. Sicherlich sind diese spektakulärer, nicht zuletzt deshalb, weil sie allzu oft sehr lautstark und provozierend deutlich werden. Ich will dabei nicht verhehlen, dass wir uns auch in unserem Dorf, fernab der Ballungsräume, mit dem Thema zu beschäftigen haben. Gerade vor wenigen Tagen haben die Mitglieder des Ortsgemeinderates darüber diskutiert und auf meine Initiative hin, einen kriminalpräventiven Rat gegründet, um mit Sach- und Fachverstand Lösungen zur Vermeidung von Vandalismus, ungebührendem Verhalten, Störung der Nachtruhe, Verbesserung der Sicherheit älterer Menschen und vieles mehr, herbeizuführen.
 
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