Besuch beim Tunnelbauer, dem Maulwurf

Auf ihn aufmerksam werden wir durch seine Erdhügel. Der kleine Kerl ist ein fleißiger Buddler, der beim Graben seiner Tunnel die überschüssige Erde mit seinem Kopf nach oben über die Erde wirft. Wir erkennen den Maulwurfshügel. Neugierig verfolgt er in Hochspeyer die Bauarbeiten des Mehrgenerationengartens und freut sich über aufmerksame Garten-Gäste.

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Der Maulwurf ist fast blind. Er verlässt sich auf seinen Tast- und Geruchssinn, sowie auf sein hervorragendes Gehör. Er wohnt unter der Erde in einem Tunnelsystem, das er im Sommer ungefähr 40cm tief, im Winter rund 100cm tief gräbt. Außer den Gängen baut er auch Schlaf-, Nest- und Vorratskammern.

Der Maulwurf ist ein reiner Fleischfresser und ein Vielfraß dazu, der keinen Winterschlaf hält. Alle drei bis vier Stunden geht er auf Jagd. Er frisst bevorzugt Regenwürmer, Raupen, Schnecken, Insektenlarven, Spinnen und Mäuse.  Er futtert jeden Tag so viel wie sein eigenes Körpergewicht, das sind ungefähr 100 Gramm - also jedes Jahr ca. 36 kg! Wow – der kleine Kerl Tiere ist im Garten wirklich als großer Schädlingsbekämpfer unterwegs!

Bei einer solchen Verdauung entstehen große Mengen Kohlendioxid den unterirdischen Gängen. Gut, dass er viele Erdhügel anhäuft, denn sie dienen ihm auch zur Belüftung seiner Wohnung.

Mit seinem fleißigen Tunnelbau belüftet und lockert der kleine Erd-Buddler zudem auch den Boden für die Pflanzen.  Trotzdem macht er sich mit seinen „Schutthügeln“  nicht nur Freunde. Er ist nicht in jedem Garten beliebt.